Was ist Popillia japonica?

Die Popillia japonica, auch Japankäfergenannt, ist ein invasives Insekt aus der Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae). Die aus Japan stammende Art verbreitete sich zuerst in den USA und später in Europa, wo sie 2014 erstmals in Italien zwischen der Lombardei und dem Piemont nachgewiesen wurde.
In den letzten Jahren hat sie sich zudem rasch ausgebreitet und wurde deshalb in die Liste der prioritären Quarantäneorganismen der Schweiz und der EUaufgenommen. Das bedeutet, dass sie eine konkrete Gefahr für Landwirtschaft, Zierpflanzen und Ökosysteme darstellt. So begrenzen Sie die Schäden durch Popillia japonica.

Warum gilt Popillia japonica als einer der schädlichsten Schädlinge?

In den letzten Jahren ist Popillia japonica zu einer der grössten Bedrohungen für Zier- und Nutzpflanzen geworden – in Norditalien, im Tessin und zunehmend auch nördlich der Alpen. Dieses invasive Insekt ist besonders gefürchtet, weil es in zwei verschiedenen Phasen seines Lebenszyklus Schäden verursacht: Der Käfer befällt Blätter, Blüten und Früchte, die Larve frisst die Wurzeln im Boden.

Anders als stechende Insekten, die für Menschen und Tiere ein direktes Risiko sein können, befällt Popillia japonica vor allem Pflanzen und schädigt Rasen, Obstbäume, Kulturen und Zierpflanzen nach und nach.

Ein einziger Befall kann daher gleichzeitig die oberirdischen Pflanzenteile und das Wurzelwerk schädigen – mit ästhetischen, ertragsmässigen und wirtschaftlichen Folgen.

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Skelettierte Blätter: der auffälligste Schaden durch Popillia japonica?

Eines der typischsten Anzeichen für Popillia japonica sind die sogenannten skelettierten Blätter. Die Käfer fressen das Blattgewebe zwischen den Adern und lassen nur das Grundgerüst des Blattes stehen. Das Ergebnis sieht aus wie ein Pflanzenskelett – auch für Laien leicht zu erkennen.

Dieser Schaden durch Popillia japonica ist nicht nur ästhetisch. Verliert eine Pflanze einen grossen Teil ihrer Blattfläche, sinkt ihre Fähigkeit zur Photosynthese, und die ganze Pflanze gerät in einen Stresszustand.

Schäden durch Popillia japonica an Rosen, Zierpflanzen und Gärten?

Zu den am stärksten befallenen Arten gehören Rosen und zahlreiche Zierpflanzen in Privatgärten und öffentlichen Grünanlagen. Die Käfer befallen Blätter, Knospen und Blütenblätter – mit Verlust des Zierwerts, beeinträchtigter Blüte, allgemeiner Schwächung der Pflanze und grösserer Anfälligkeit für Krankheiten und andere Schädlinge.

Bei starkem Befallkönnen ganze Beete innert weniger Tage sichtbar geschädigt werden.

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Schäden durch Popillia japonica an Reben und Obstbäumen

Dieser Schädling ist auch ein grosses Problem für Rebberge und Obstanlagen. Reben, Apfel, Birne, Pfirsich, Pflaume und Beerenobst wie Erdbeeren und Himbeeren können durch den Frass der Käfer stark geschädigt werden.

Die Blätter verlieren nach und nach Photosynthesefläche, und in schweren Fällen kann die Pflanze die Fruchtreife kaum noch richtig versorgen. Zudem kannder Befall die Wuchskraft verringern und die Erträge in den folgenden Jahren beeinträchtigen.

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Popillia japonica und Rasen: die versteckte Gefahr im Boden?

Während die Schäden durch Popillia japonica als Käfer gut sichtbar sind, sind jene der Larven oft schwerer zu erkennen. Die Larven leben nämlich im Boden und fressen die Wurzeln von Zierrasen, Sportplätzen, Golfplätzen und Grünflächen.

Erste Anzeichen können lokale Vergilbungen, unregelmässiges Wachstum, trockene Stellen und ein allmähliches Ausdünnen des Rasens sein. Mit der Zeit verliert der Rasen an Halt und lässt sich leicht vom Boden abheben, weil das Wurzelwerk geschrumpft ist.

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Vorbeugung gegen Schäden durch Popillia japonica

Vorbeugung ist die wirksamste Strategie, um den Befall zu verringern und Rasen, Gärten, Baumschulen und Kulturen langfristig zu schützen.

Wer rechtzeitig handelt, kann den Befallsdruck deutlich verringern und Pflanzen, Zierrasen, Obstbäume und Kulturen das ganze Jahr über schützen.

Die Popillia japonica ist ein besonders gefährlicher Schädling, weil er gleichzeitig Blätter, Blüten, Früchte und Wurzeln befällt. Die Schäden können Privatgärten, Zierrasen, Baumschulen, Golfplätze, Rebberge und landwirtschaftliche Kulturen treffen.

1

Monitoring der Grünflächen

Regelmässige Kontrollen, um Käfer, Larven und erste Befallssymptome früh zu erkennen.

2

Larvenkontrolle im Boden

Prüfung der Populationen im Boden und Beurteilung des Risikos künftiger Schäden an Rasen und Grünflächen.

3

Entomopathogene Nematoden

Ausbringen biologischer Organismen, die direkt auf die Larven wirken und die künftige Population verringern.

4

Vorbeugende Behandlungen mit Neemöl

Schutz besonders empfindlicher Pflanzen durch eine abschreckende und frasshemmende Wirkung auf die Käfer.

5

Gezielte Einsätze mit natürlichem Pyrethrum

Rasche Eindämmung der Käferpopulation in den am stärksten betroffenen Bereichen.

Häufige Fragen zu Schäden durch Popillia japonica

Wie erkenne ich Schäden durch Popillia japonica an Pflanzen?
Die Käfer fressen das Blattgewebe zwischen den Adern und hinterlassen die typischen „skelettierten“ Blätter, die wie Spitze aussehen; sie fressen auch an Blüten und Früchten und verursachen bei starkem Befall Kahlfrass.
Wie sehen die Schäden an Rasen und Grünflächen aus?
Es sind die Larven im Boden, die die Wurzeln fressen: Der Rasen zeigt gelbe, trockene Flecken und hebt sich an manchen Stellen wie ein aufgerollter Teppich ab, weil ihn keine Wurzeln mehr halten.
Welche Pflanzen befällt er am meisten?
Er ist sehr polyphag (über 300 Arten): Besonders geschädigt werden Reben, Rosen, Linden, Haselsträucher, Ahorne, Soja, Mais und verschiedene Obstpflanzen.
Sind die Schäden durch Popillia japonica umkehrbar?
Eine gesunde Pflanze erholt sich meist nach einem Kahlfrass, wiederholte Angriffe schwächen sie jedoch; ein Rasen mit abgefressenen Wurzeln muss nachgesät und vor allem gegen die Larven behandelt werden, damit sich der Schaden nicht wiederholt.
In welcher Jahreszeit treten die Schäden auf?
Die Käfer sind etwa von Juni bis September aktiv (Schäden an Blättern, Blüten und Früchten); die Larven schädigen die Rasenwurzeln ab Ende Sommer und erneut im Frühling.
Muss ein Auftreten von Popillia japonica gemeldet werden?
Ja: Sie ist ein Quarantäneorganismus mit Bekämpfungspflicht (Schweiz: Pflanzengesundheitsverordnung, SR 916.20). In Gebieten, in denen sie noch nicht festgestellt wurde, muss ein Auftreten dem kantonalen Pflanzenschutzdienst gemeldet werden.
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